Informationen für (Charter) Skipper
zurück

 

Verträge
Für alle Verträge gilt: Genau lesen
.

Sind Passagen eines Vertrages nicht rechtswidrig, gilt immer, was man unterschrieben hat, nicht was man glaubt unterschrieben zu haben.

Auch fremdsprachige Verträge sind zulässig.

Ob etwas rechtswidrig ist oder nicht, wird letztlich ein Gericht klären. Das hilft also für die Entscheidung „unterschreib ich oder nicht“ wenig.

Was hilft sind ein paar Regeln:

·      Verträge genau und vor allem zu Ende lesen und sich erklären lassen, wenn man etwas nicht versteht.

Dabei sollten Sie allerdings auch Argumente berücksichtigen, warum eine Änderung abgelehnt wird.

Das sagt oft sehr viel über die Fachkompetenz des Gesprächspartners aus.

·      Bei Interpretationsmöglichkeiten immer den denkbar schlechtesten Fall für Sie selbst annehmen!

·      Lässt sich etwas unterschiedlich interpretieren, eine Präzisierung im Vertrag verlangen.

·      Niemals davon ausgehen, dass unklare Formulierungen „in Ihrem Sinn“ interpretiert werden, also wie Sie das sehen oder sich wünschen.

·      Bei fremdsprachigen Verträgen: Überschätzen Sie Ihre Sprachkenntnisse nicht. Im Zweifelsfall bestehen Sie auf einer deutschsprachigen Version.

 

Charterverträge oder AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen)

Der Vertrag muss

·      klarstellen, wer Ihr Vertragspartner ist und wofür Sie in welchem Umfang haften,

·      die Verantwortung und Pflichten aller Seiten zweifelsfrei und so regeln, dass keine Seite benachteiligt wird,

·      über den Versicherungsumfang der Jacht informieren und garantieren, dass der Versicherungsschutz aufrecht ist,

·     sicherstellen, dass Sie nur dafür haften, was Sie (oder die Crew) selbst verschuldet haben,

·      einen Passus enthalten, dass die Vertragsversion, die Sie bei der Buchung unterschreiben die für alle Seiten verbindliche ist. Sollten Sie dennoch einen zusätzlichen Vertrag unterschreiben müssen, hat dieser inhaltlich mit dem von Ihnen bei der Buchung unterschriebenen Vertrag  übereinzustimmen. Nachteile aus divergierenden Inhalten hat der der Vercharterer zu tragen.

·     Der Vertrag darf Sie als Skipper auch nicht für die Konsequenzen des Fehlverhaltens eines Crewmitgliedes verantwortlich machen oder Ihnen gesetzliche Verpflichtungen (Beispiel Hilfeleistung durch Schleppen) untersagen.