Die Situation des "Charterskippers"

Die besonderen Anforderungen an Charterskipper

Im Gegensatz zum Besitzer einer Jacht, kennt der Skipper die von ihm gecharterte Jacht im Regelfall nicht und nie ihren aktuellen Zustand, wenn er sie übernimmt.

Er hat auch keinen Einfluß auf die Ausstattung der Jacht, deren Qualität und Versicherung.

Der Skipper hat also nur die Möglichkeit, sich bei der Jachtübernahme (eventuell ergänzt durch einen Probeschlag) davon zu überzeugen, dass die Jacht technisch in Ordnung und so ausgerüstet ist, wie es für ihn wichtig ist.
Wenn sich das aus dem Chartervertrag nicht eindeutig ergibt, muß er es definieren und eine entsprechende Vertragsänderung verlangen. 

Da weder Skipper noch Crew die Eigenschaften der gecharterten Jacht kennen, ist es notwendig, sich nach dem ersten Auslaufen die Zeit zu nehmen, sich mit der Jacht vertraut zu machen. und nicht auszulaufen, wenn das angesichts der herrschenden Bedingungen nicht möglich ist.

Die Konsequenz für den Schiffsführer einer Charterjacht:
Aufzählung nur beispielhaft!

Informationen zur Verantwortung des Skippers sowie zu Vertragsabschlüssen enthält der Punkt Skipperinformationen.

Das Risiko, wenn Sie als Skipper die Jacht gewerblich nutzen bzw. zum Reiseveranstalter werden.

Unter Jachtcharter versteht man an sich "Bareboatcharter". Das bedeutet die Miete der Jacht ohne Skipper oder professionelle Besatzung und Teilung aller Kosten.

Wichtig dabei: Niemand darf durch Organisation oder Schiffsführung einen materiellen oder immateriellen Vorteil haben.

Hat jemand einen derartigen Vorteil - und sei er auch noch so gering - wird er zum Reiseveranstalter und nutzt die Jacht gewerblich.
In den meisten Charterverträgen wird das untersagt und auch nicht alle Skipperhaftpflichtversicherungen decken dieses Risiko!

Bedenken Sie auch, dass viele Länder für gewerblich genutzte Jachten und deren Schiffsführung besondere Vorschriften haben.

Das bedeutet: Wenn etwas passiert, kann das für den "Veranstalter" (und das muss nicht unbedingt der Skipper sein) dramatische Konsequenzen  haben.

Gehen Sie sicherheitshalber davon aus, dass das auch für gewerbliche Ausbildungstörns gilt.